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Ausstellung mit Esther Wettach, Veronika Kisling, Michael Piatti und Helena Kisling

"Katzen, Pferde, Hühner und ein Staubsauger"

Die Bilder des farbenfroh – fröhlichen Ausstellungsprojekt „ Katzen – Pferde – Hühner und ein Staubsauger“ sind in einer Zusammenarbeit entstanden. Die Basler Künstlerin Veronika Kisling malt die Hintergründe und Menschen mit einer geistigen Behinderung malen ihre Motive darüber und stehen somit im Vordergrund.

Kisling: „Diese Art und Weise der Zusammenarbeit hat angefangen, als Helena, meine behinderte Tochter, eines Tages fröhlich zu sich selbst sagte: „Willsch’s Grossmami mole!“. Ehe ich reagieren konnte, hatte sie sich bereits die Leinwand geschnappt an der ich gerade arbeitete….und Stifte. „Auge – Auge- Muul, wo lacht und no Ärm und Bei und grossi Ohre“. Und fertig war,s Grossmami! Ich war so begeistert vom Resultat, dass ich ihr weitere Leinwände zur Verfügung stellte und diese Arbeit auch weiterführte mit anderen Malpartnern mit einer geistigen Behinderung. Später wollte Helena dann diese Art der Zusammenarbeit nicht mehr. Neuerdings fragt sie ab und zu wieder danach ein gemeinsames Bild zu malen.

Für mich sind diese Bilder ein Symbol dafür, dass Neues und Schönes im Miteinander entstehen kann, dass wir uns gegenseitig brauchen:

Mich inspiriert diese Art der Zusammenarbeit sehr. Es geht nicht darum, dass ich ein schönes Bild male, es geht vielmehr um das Endprodukt an und für sich, darum dass ein schönes Bild an und für sich entsteht. Meine Bilder, meine Hintergründe erfahren durch die Ergänzung der Motive meiner Malpartner eine wertvolle Bereicherung. Diese Art des Malens mit Menschen mit einer geistigen Behinderung erlebe ich auch als Form des miteinander kommunizieren. Ich überlege mir immer, wie ich meine Hintergründe so gestalte, dass die jeweiligen Motive, die ich wirklich so berührend empfinde, am besten zur Geltung kommen. Ihre Motive verleihen meinen Bildern viel Frische und Fröhlichkeit. Ich juble jedes mal laut, wenn die Zusammenarbeit gelingt! Wir brauchen uns gegenseitig und dennoch steht ja auch jeder für sich selbst!

Die Ausstellungen der so in gleichwertiger Malpartnerschaft entstandenen Werke sind zugleich Öffentlichkeitsarbeit bezüglich Integration. Integration ernst genommen, so bin ich überzeugt, funktioniert nur, wenn man bereit ist dem Anderen auf gleicher Augenhöhe begegnen zu wollen. Gemeinsam ein Kunstwerk zu erarbeiten, ist eine wunderbare Gelegenheit sich darauf einzulassen.

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