Plakat MJHuber

Ausstellung Mark J. Huber von Sa. 27. März 2010 bis So. 02. Mai 2010

"Lichtmass"

Mark J. Huber, geboren 1957 in Zürich, lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Frauenfeld.
Seit seiner Jugend beschäftigt er sich ebenso mit optischen (Malerei, Foto, Video) wie auch akustischen (Perkussion, looping, sampling) Gestaltungsmöglichkeiten. Zahlreiche Projekte beschäftigten sich auch mit der Verbindung der beiden Medien. Fotographische und filmische Elemente wie Zooms, Ueberblendungen, Kamerabewegungen oder Unschärfen beeinflussen seine aktuellen Arbeiten, die trotz aller digitalen Quellen zur klassischen Malerei zurückfinden.
Was dem Handwerker eine wichtige (Fenster-) Grösse, ist dem Frauenfelder Künstler Mark J. Huber eine Quelle der Inspiration. Das Wortspiel deutet es an: Fenster, Glas, Spiegelungen und letztlich das Licht selbst sind die Themen, um die sich die Malerei von Mark J. Huber seit längerem dreht.
Er, der seit 12 Jahren auch regelmässiger Gast im Neckertal ist – er arbeitet oft in seinem Atelier in Dieselbach - zeigt seine neuen Werke in der Galerie Dorfplatz.

Mark J. Huber: Zu meiner Arbeitsweise

Seit der Ausstellung „zoom“ im Jahre 2006 kreisen meine Arbeiten um die Themen Raum – Fenster – Licht – Glas – Lichtreflexe. Die Wechselwirkung von Malerei, Film und Musik ist für mich zentrales Anliegen. Dies drückt sich auch in diversen multimedialen Arbeiten aus, u,a. „ZeitRaum“ mit Renato Müller, livevideo und Lauren Newton, Stimme.
Aber immer wieder zieht es mich zurück zur Malerei als Ort der Entschleunigung und als Möglichkeit, Prozesse der Verwandlung anzuhalten und sichtbar zu machen. Der Einsatz von Fotomaterial, Collagen sowie Liveprojektionen in bestehende oder werdende Bilder, unterstützt diese künstlerische Absicht.
Meine Bilder bestehen aus mehreren Orten und Zeiten – enthalten musikalisch ausgedrückt – sampels, d. h. Muster aus verschiedenen Quellen, die als Bausteine funktionieren und, neu zusammengefügt, eine neue Realität ergeben.
Sie gleichen in ihrer Durchsichtigkeit und Vielschichtigkeit Filmstills, die aus Ueberblendungen oder Makroaufnahmen gewonnen wurden und machen in ihrer polytonalen und polrhythmischen Art ein Stück stillstehende Musik sichtbar.
Andere zeigen meist vergrösserte Ausschnitte aus Oberflächen und Lichtreflexen und bewegen sich an der Grenze zur Auflösung, wo Gegenständlichkeit die Funktion ändert und reiner Klang wird. Quasi „abstrakter Fotorealismus“

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