
Ausstellung Verena Bühler vom 7. Juni bis 13. Juli 2008
Geboren 1954 in Wildhaus, lebt und arbeitet die Bildhauerin Verena Bühler in Winterthur. Seit 10 Jahren stellt Verena Bühler ihre Skulpturen regelmässig in der Schweiz sowie im nahen Ausland aus. Im Toggenburg ist sie keine Unbekannte. 2004 2005 führte sie ein einjähriges Kunstprojekt auf der Alp Gamplüt in Wildhaus durch. Mit dem Dorf Mogelsberg ist die Künstlerin durch ihre Grosseltern (den roten Roth’s) verbunden, bei welchen sie häufig ihre Ferien verbringen durfte.
Ausgangspunkt der hier gezeigten Arbeiten ist der symbolisch dargestellte Lebensfluss, der durch äussere und innere Umstände immer wieder auf neue Auseinandersetzungen und Hindernisse stösst, ausweicht und erneut die Energie für das „Weitermachen“ aufbringt.
Diese Verformungen mit ihren individuellen Windungen und Faltungen führen zu einer neuen, eigenständigen Aussage. Dabei gilt es immer, die Eigenheiten des zu bearbeitenden Grundmaterials zu berücksichtigen, d.h. vorhandene Strukturen in Holz und Stein in die Arbeit einzubeziehen und zu verdeutlichen, ohne vom eigentlichen Thema abzulenken. Die Aufhebung der materialimmanenten Schwere führt bei den dünn gearbeiteten, lichtdurchfluteten Alabaster-Arbeiten zu fragil und filigran anmutenden Skulpturen, wogegen die Holzskulpturen auf den ersten Blick bodenständiger und knorriger wirken. Hier zeigt sich auch die Erkenntnis, dass Holz noch immer weiter arbeitet, und auf Umweltbedingungen reagiert, auch wenn der künstlerische Prozess schon längst abgeschlossen ist. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Natur sich nie ganz unterwerfen lässt.



