
Ausstellung Christa Giger vom 2. Dez. 2006 - 28. Jan. 2007
Sie lebt und arbeitet in Zürich und im Tessin. Die meiste Zeit verbringt sie in ihrem Atelier in Bellinzona, wo sie sich ausschliesslich der kreativen Bildgestaltung mit den Mitteln der Malerei, Fotografie sowie der Installation+Performance widmet. Christa G. bezeichnet sich selbst als eine Autodidaktin, der es immer wieder schwer fiel, sich ihr künstlerisches Wissen in Schulen anzueignen. Sie arbeitet seit 1984 im Bereich der Fotografie. Nach einigen Jahren in der traditionellen Berufswelt wandte sie sich immer mehr der Kunst der Fotografie zu. Die Auseinandersetzung an verschiedenen Kunstakademien wie die von Zürich und Bern gaben ihr einen Teil der gewünschten Anregungen. Die Gruppe Autodidaktischer Fotografen (GAF), Bern, der sie 2005+2006 angehörte, war für Christa G. eine der wichtigsten Begegnungen mit der Kreativfotografie. Die Suche nach weiteren Möglichkeiten, sich durch das Bild ausdrücken zu können, drängte die Berufsfotografie immer weiter in den Hintergrund. Das kreative Bild begann fast den ganzen Zeitraum von Christa G. auszufüllen. Die Bewegung der Körper, der Klang im Raum, die Musik, stehen in einer ausgeprägten Verbindung mit den aktuellen Arbeiten der Künstlerin. In den letzten sieben Jahren nahm der Körper, die Bewegung, im Ausdruck von Christa G’s Arbeiten überhand. Hauptinspiration wurde die Musik.
Das Modell ist die Musik, und dies der Ausgangspunkt für die Bildserie das klingende Bild.
Die scheinbare Immobilität wird durch die Musik in Bewegung gebracht. Töne leiten die Sinne und am Ende die Hand. Die so hervorgerufene Stimulation verhilft der Hand zu formen sich zu bewegen, das Auge beginnt die Töne zu sehen.
Starke Gegensätze, die durch die improvisierte Musik gerade optimal hervorgerufen werden, erlauben der Hand Akzente zu setzen. Die Bilder haben sich von den konventionellen Gegenständen der Aussenwelt befreit. Die Ungegenständliche Malerei hat ihren Weg gefunden.
Ausgeführt auf hauchdünnem Zeitungspapier das Christa Giger als Farbträger dient. Die Fragilität wie auch die Transparenz, die durch das einölen der Bilder entsteht, sind ein wichtiger Teil der Bildgestaltung.


