plakat loeschi

Eröffnungsausstellung "Löschi" Arbeiten zum Kohlenmeiler von Ernesto Müller Fr. 13. Juni 2003 – So. 03. August 2003

Beim hier gezeigten Bilderzyklus ist das Material selbst – die "Löschi" des Mogelsberger Kohlenmeilers – Gegenstand der künstlerischen Verarbeitung.

Mit zunehmender Reduktion auf das Wesentliche tastet sich Ernesto Müller an das Wesen des Materials heran, bis es ihm gelingt, das Material selbst zu Wort kommen zu lassen.
Durch unterschiedliche Bearbeitungstechniken offenbart die Kohle ihre Beschaffenheit und wird so zur Kostbarkeit. Nicht nur im materiellen Sinn, sondern auch im immateriellen Sinn: als Botschafterin.
Die Überreste des Mogelsberger Kohlenmeilers sind Träger von Erinnerungen, Begegnungen und sie sind Zeugen eines alchimistischen Prozesses des steten Wandels.
Ernesto Müller hat an der Entstehung dieser Kohle teilgenommen und teilt seine Erlebnisse in den vorliegenden Arbeiten mit.
Erinnerungen, Eindrücke – mitgeteilt ohne Worte.
Der Meiler, festgehalten auf Fotos und in eigenen Erinnerungen, sind der Hintergrund aus dem die ausgestellten Werke hervortreten.
Entstanden sind Arbeiten aus Pavatex und schliesslich – ganz ohne Fremdträger – ein Würfel als grösstmögliche Annäherung an die Reinheit.
wuerfel loeschi
Entstanden ist bei der Bearbeitung der "Löschi" auch feinster Kohlenstaub, der die gesamte Raumhülle der Galerie in Beschlag genommen hat und als Erinnerung weit über die Ausstellung hinaus präsent bleiben wird.
Der ausgestellte Bilderzyklus wirkt archetypisch:
Die Rituale des Sammelns, des Ausgiessens, Ausstreuens, Anhäufens, Ordnens etc. sind so alt wie die Menschheit selbst.
Ist es das, was uns unmittelbar anspricht?
Kunst beruht letztlich in der Freiheit und der Selbstdisziplin Rituale zu zelebrieren.

bild loeschi